Emergency Konto – dein finanzieller Feuerlöscher

Emergency-Topf, Notfallkonto, Reserve – diverse Namen die alle das gleiche bechreiben: deine finanzielle Reserve für plötzlich notwendige Ausgaben.

27 % der deutschen Haushalte können den plötzlichen Ausfall der Waschmaschine finanziell nicht ausgleichen. Ein Schaden von vielleicht 800€ ist nicht zu stemmen und muss über den Dispo-Kredit finanziert werden. Zu horrenden Zinsen versteht sich. Oder es wird bei Kauf schnell ein Ratenkredit abgeschlossen. Die 50€ im Monat kann man sich ja leisten. Für stolze 16 Monate. Ist die finanzielle Situation derart knapp auf Kante genäht, ist die Angst dein stetiger Begleiter, dass genau dieses Worst Case-Scenario eintritt.

Das Worst Case-Scenario

Das Worst Case-Szenario ist ein finanzieller Notfall, der sofort eine Handlung verlangt und dabei tief in dein Portemonnaie greift. Klassische Beispiele sind die kaputte Waschmaschine oder das liegengebliebene Auto. Also überraschend auftretende Schäden, die meist Kosten jenseits der 600€ verursachen.

Das entscheidende Merkmal ist die Kurzfristigkeit. Es muss dringend Ersatz gesucht werden oder die Reparatur sofort umgesetzt werden. Oder wie lange könntest Du auf deine Waschmaschine verzichten? Wie lange den Wocheneinkauf mit dem Fahrrad erledigen? Der Schuh drückt also und verlangt nach einer schnellen Lösung.

Notfallkonto – was ist das?

Im wahrsten Sinne des Wortes ist das Notfallkonto/die Reserve dein Backup bei einem Notfall. Das Notfallkonto ist quasi der Geldkoffer, den du die ganze Zeit mit dir herumträgst. In den du jeder Zeit reingreifen kannst, falls du etwas Wichtiges bezahlen musst.

Natürlich ist es kein realer Koffer und sollte auch nicht als Bargeld irgendwo in der Wohnung liegen. Das Notfallkonto sollte idealerweise das Tagesgeldkonto deines Gehaltskontos sein. Durch eine einfache Umbuchung hast du innerhalb weniger Minuten Zugriff auf das dort abgelegte Geld.

Durch die mittlerweile recht gängigen Echtzeitüberweisungen kann es auch ein eigenständiges Konto sein. Der Vorteil daran, die Versuchung das Geld für andere Zwecke zu verwenden, ist nochmal deutlich geringer.

Die Optimale Größe deiner Reserve

Wie viel Geld solltest du dann zurücklegen und bewusst nicht investieren? Das ist eine Frage, die viele Seiten mit Faustformeln beantworten. Die häufigsten Antworten liegen bei einer Größenordnung im Bereich vom zwei- bis 6-fachen deines Monatsgehaltes.

Wir können die Antworten generell so unterschreiben und dir als Orientierung anbieten. Verkehrt machst du damit nichts. Allerdings – und das ist ganz entscheidend – bist Du der einzige, der sich die Frage wirklich beantworten kann. Die Reserve ist dein Sicherheitsnetz. Sie ist dazu da, damit Du dir nicht ständig Sorgen machen musst.

Das Ziel der Reserve ist einen gewissen Grad an Gelassenheit zu erreichen. Und ob du dich mit 1000€, 3000€, 5000€ oder erst mit über 10.000€ zurücklehnen kannst, musst du für dich selbst entscheiden.

Um zumindest einen gewissen Ansatzpunkt zu haben und nicht komplett ins Blaue zu raten, kannst du die folgenden Berechnungen nutzen

Mögliche Berechnungen

2 – 6 Monatsgehälter = dein Netto-Monatsgehalt * x (Anzahl der Monate)

2 – 6x die monatlichen Fixkosten = deine monatl. Fixkosten * x (Anzahl der Monate)

2 – 6x die durchschnittlichen Ausgaben pro Monat = deine durchnschnittlichen Ausgaben pro Monat * x (Anzahl der Monate)